Kündigungsfrist Wohnung: Welches Datum einhalten?

Magazin5 hours ago

Welche Frist gilt beim Auszug und welches Datum muss ich bei der Kündigung meiner Wohnung einhalten? Diese Frage betrifft viele Mieterinnen und Mieter in Deutschland 2025.

Die zentrale Rechtsgrundlage ist § 573c BGB: Entscheidend ist der 3. Werktag eines Kalendermonats. Wird die Kündigung bis zu diesem Stichtag zugestellt, endet das Mietverhältnis häufig zum Ablauf des übernächsten Monats.

Eine falsche Datumsangabe oder ein verspäteter Zugang verschiebt den Kündigungstermin Mietvertrag um einen Monat. Darum ist es wichtig, die Frist berechnen zu können und den 3. Werktag korrekt zu beachten.

Beachten Sie außerdem: Die Kündigung muss schriftlich und mit eigenhändiger Unterschrift erfolgen; E-Mail, Fax oder WhatsApp sind rechtlich unwirksam.

Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Frist berechnen, Beispiele zum Kündigungstermin Mietvertrag liefert und praktische Hinweise zu Zustellung, Nachmieter und Aufhebungsvertrag gibt. Mustertexte und ein Fristenrechner stehen ebenfalls zur Verfügung.

Grundlagen zur Kündigungsfrist bei Mietwohnungen

Die folgenden Erläuterungen fassen die wichtigsten Regeln zur Kündigung einer Mietwohnung zusammen. Wer die Fristen und den Zugang richtig kennt, vermeidet Ärger mit Vermieter oder Mieter. Kurz und präzise gibt es einen Überblick zu gesetzlichen Vorgaben, den unterschiedlichen Fristen und zur Bedeutung des Eingangs der Kündigung.

Gesetzliche Regelung nach BGB

Nach § 573c BGB gilt die grundsätzliche Regel, dass die Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats erfolgen muss. Für Mieter bleibt die Frist in der Regel bei drei Monaten, unabhängig von der Dauer des Mietverhältnisses.

Bei Vermietern staffeln sich die Fristen nach Mietdauer. Bis fünf Jahre beträgt die Frist drei Monate. Bei fünf bis acht Jahren verlängert sie sich auf sechs Monate. Nach mehr als acht Jahren werden neun Monate fällig. Für Altverträge vor dem 1. September 2001 können bis zu zwölf Monate gelten.

Unterschiede zwischen Mieter und Vermieter

Mieter können meist jederzeit mit der Dreimonatsfrist kündigen. Vermieter müssen einen berechtigten Kündigungsgrund nach § 573 BGB angeben, etwa Eigenbedarf oder erhebliche Vertragsverletzungen.

Vertragsseitige Verkürzungen zugunsten des Mieters sind zulässig. Verlängerungen zulasten des Mieters sind bei modernen Verträgen unzulässig. Die Regelungen zu Kündigungsfristen Mieter Vermieter schaffen damit eine klare Schutzlage für Mietparteien.

Was bedeutet “Eingang” der Kündigung?

Maßgeblich ist nicht das Absendedatum, sondern der tatsächliche Zugang der Kündigung beim Empfänger. Eingang bedeutet, dass das Schreiben in den Machtbereich des Vermieters gelangt ist und dieser Kenntnis nehmen konnte.

Gängige Nachweise sind Einschreiben mit Rückschein, persönliche Übergabe mit Empfangsbestätigung oder eine unterschriebene Empfangsbestätigung des Vermieters. Bei der Berechnung zählen Werktage von Montag bis Samstag. Sonntage und Feiertage bleiben unberücksichtigt.

welches Datum muss ich bei der Kündigung meiner Wohnung einhalten?

Wer eine Mietwohnung kündigen will, fragt oft: welches Datum muss ich bei der Kündigung meiner Wohnung einhalten? Kurz gefasst gilt ein konkreter Stichtag, der für die Wirksamkeit entscheidend ist. Lesen Sie die folgenden Hinweise, um typische Fehler zu vermeiden.

Der Gesetzgeber legt fest, dass der dritter Werktag eines Monats als Friststichtag gilt. Als Werktage zählen Montag bis Samstag. Fällt der 1. des Monats auf einen Sonntag, verschiebt sich die Zählung entsprechend.

Beispiele machen das klarer. Will ein Mieter zum 31. März kündigen, muss die Kündigung spätestens am dritten Werktag im Januar beim Vermieter eingehen. Kommt das Schreiben erst am 4. Werktag an, verlängert sich das Ende um einen Monat.

Der dritte Werktag als Stichtag: Erklärung und Beispiele

Der Begriff dritter Werktag bedeutet: Zählen Sie die Werktage eines Kalendermonats von Beginn an. Die Kündigung muss an einem dieser drei Tage dem Vermieter zugehen. Feiertage und Sonntage gelten nicht als Werktage.

Praktisches Beispiel: Januar hat 31 Tage. Der 1. ist ein Mittwoch. Die ersten drei Werktage sind 1., 2., 3. Januar. Geht die Kündigung in diesem Zeitraum zu, wird das Mietverhältnis wie gewünscht beendet.

Wie der Fristbeginn und das Fristende berechnet werden

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Versand und Zugang. Der Fristbeginn ist der Tag, an dem die Kündigung beim Vermieter eingeht, nicht der Tag des Versendens.

Bei einer ordentlichen Kündigung mit Dreimonatsfrist ist die Regel: Zugang im Monat X → das Mietverhältnis endet am Ende des übernächsten Monats. Diese einfache Formel hilft beim Fristbeginn Fristende berechnen.

Beispielrechnung: Zugang am 10. April → Ende des übernächsten Monats heißt Ende Juni.

Praxisbeispiel: Kündigung zum Monatsende korrekt terminieren

Angenommen, Sie möchten die Kündigung zum Monatsende aussprechen. Prüfen Sie zuerst, welcher Tag der dritte Werktag im relevanten Monat ist. Planen Sie die Zustellung so, dass der Zugang sicher innerhalb dieser drei Tage liegt.

Wenn der 1. eines Monats ein Sonntag ist, gelten 2., 3. und 4. als die ersten drei Werktage. Eine verspätete Zustellung verschiebt das Vertragsende automatisch um einen weiteren Monat.

Tipp: Versenden Sie die Kündigung frühzeitig per Einschreiben oder übergeben Sie sie persönlich und lassen Sie sich den Empfang schriftlich bestätigen. So vermeiden Sie Streit über den tatsächlichen Zugang und können Fristbeginn Fristende berechnen ohne Unsicherheit.

Form und Inhalt der rechtswirksamen Kündigung

Für eine gültige Kündigung zählt nicht nur der richtige Termin. Die Form und die Inhalte des Schreibens sind ebenso wichtig. Wer diese Regeln beachtet, reduziert Streit und schafft klare Verhältnisse.

Kündigung Wohnung Form

Die Kündigung muss schriftlich vorliegen und handschriftlich unterschrieben sein. Eine elektronische Nachricht reicht nicht aus. Bei mehreren Hauptmietern ist die schriftliche Kündigung unterschrift aller Mietparteien nötig, damit der Zugang rechtswirksam wird.

Schriftform und eigenhändige Unterschrift

Schreiben Sie das Kündigungsschreiben per Hand oder drucken Sie es aus und unterschreiben es eigenhändig. Digitale Signaturen und Kurznachrichten erfüllen die Schriftform nicht. Prüfen Sie, ob alle Unterschriften lesbar sind, damit spätere Streitigkeiten vermieden werden.

Unverzichtbare Angaben im Kündigungsschreiben

Ein vollständiges Schreiben enthält Namen und Adressen von Mieter und Vermieter sowie die Anschrift der Mietwohnung. Fügen Sie das Datum des Schreibens hinzu und eine eindeutige Betreffzeile wie „Kündigung des Mietvertrags für Musterstraße 1, 10115 Berlin“.

Nennen Sie das konkrete Beendigungsdatum oder formulieren Sie die ordentliche Kündigung mit der geltenden Frist. Bitten Sie um eine Bestätigung des Eingangs und um Angaben zum Übergabetermin. Solche Inhalte Kündigungsschreiben helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Tipps zur Zustellung: Einschreiben, persönliche Übergabe, Empfangsbestätigung

Als Nachweis empfiehlt sich das Einschreiben Rückschein. Der Rückschein dokumentiert den Zugang und das Datum. Wer den persönlichen Kontakt bevorzugt, sollte das Schreiben gegen Empfangsbestätigung übergeben oder eine unterschriebene Übergabequittung anfertigen lassen.

Bewahren Sie alle Belege auf und nutzen Sie einen Fristenrechner, um Kündigungsfrist und Beendigungsdatum zu kontrollieren. Mit klaren Inhalten, unterschriebenen Dokumenten und einem Zustellnachweis sind Sie auf der sicheren Seite.

Prüfpunkt Was enthalten sein muss Empfohlene Zustellmethode
Unterschrift Eigenhändige Unterschrift aller Hauptmieter Persönliche Übergabe mit Empfangsbestätigung
Adressangaben Name und Anschrift von Mieter und Vermieter; Mietadresse Einschreiben Rückschein
Datum und Betreff Datum des Schreibens und klare Betreffzeile Beleg im Schriftverkehr aufbewahren
Kündigungszeitpunkt Konkretes Beendigungsdatum oder Formulierung der Frist Einschreiben Rückschein oder Empfangsbestätigung
Bestätigung Aufforderung zur Eingangsbestätigung und Terminvereinbarung Persönliche Übergabe oder postalischer Nachweis

Vertragliche Abweichungen und Sonderfälle

Vor dem Aussprechen einer Kündigung ist ein genauer Blick in den Mietvertrag nötig. Viele Verträge enthalten Regelungen, die von der gesetzlichen Kündigungsfrist abweichen. Solche Klauseln können Rechte stärken oder einschränken. Prüfen Sie die Vereinbarungen, bevor Sie einen Fristenrechner nutzen oder das Schreiben aufsetzen.

Im folgenden Abschnitt finden Sie die wichtigsten Sonderfälle und praktische Hinweise. Jede Variante hat eigene Fallstricke, die Sie kennen sollten.

Kürzere oder abweichende Fristen

Mietverträge dürfen zugunsten des Mieters kürzere Fristen vorsehen. Ein Beispiel ist eine Kündigungsfrist von 1 bis 2 Monaten für den Mieter. Für Vermieter sind einseitig verkürzte Fristen in vielen neueren Standardverträgen unwirksam.

Bei Unsicherheit hilft ein Abgleich mit der Rechtsprechung. Vor Nutzung eines Fristenrechners prüfen Sie abweichende Fristen Mietvertrag genau, um Fehler zu vermeiden.

Kündigungsausschluss und seine Grenzen

Ein vereinbarter Kündigungsausschluss schließt die ordentliche Kündigung für eine bestimmte Zeit aus. Solche Klauseln sind möglich, haben aber eine zeitliche Grenze. In der Praxis werden Ausschlüsse oft bis maximal vier Jahre vereinbart.

Ein Kündigungsausschluss heißt nicht, dass alle Arten der Beendigung unmöglich sind. Härtefälle und fristlose Kündigungen bleiben bei schwerwiegenden Umständen relevant. Prüfen Sie konkret, ob Ausnahmeregelungen greifen.

Befristete Mietverträge und Zeitmietverträge

Ein Zeitmietvertrag endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Eine ordentliche Kündigung ist dann in der Regel nicht nötig. Trotzdem müssen bestimmte Angaben im Vertrag enthalten sein, damit die Befristung wirksam ist.

Ein befristeter Mietvertrag schränkt die ordentliche Beendigung ein, ohne die Möglichkeit fristloser Kündigungen auszuschließen. Bei schwerwiegenden Gründen bleibt die fristlose Lösung bestehen.

Sachverhalt Typische Regelung Praxis-Tipp
Kürzere Frist zugunsten Mieter 1–2 Monate Kündigungsfrist für Mieter Vor Kündigung Vertrag prüfen und Termine notieren
Verkürzung für Vermieter Oft unwirksam in neueren Standardverträgen Bei Unsicherheit juristischen Rat einholen
Kündigungsausschluss Gängig bis maximal vier Jahre Auf Härtefallregelungen und Ausnahmen achten
Zeitmietvertrag / befristeter Mietvertrag Vertrag endet automatisch Vertrag auf formelle Anforderungen prüfen
Fristlose Kündigung Bliebe möglich bei schwerwiegenden Gründen Dokumentation und Beweise sammeln

Sonderkündigungsrechte und fristlose Kündigung

Es gibt besondere Regelungen, wenn sich das Mietverhältnis durch Mieterhöhung, Modernisierung oder unzumutbare Zustände verändert. Solche Sonderfälle verlangen schnelle, klare Entscheidungen und gründliche Dokumentation. Nachfolgend werden die wichtigsten Optionen und Voraussetzungen knapp erklärt.

Sonderkündigungsrecht bei Mieterhöhung und Modernisierung

Bei einer Mieterhöhung nach § 558 BGB kann der Mieter innerhalb von zwei Monaten nach Zugang kündigen. Die Kündigung tritt mit der gesetzlichen Frist in Kraft, wenn sie formgerecht erfolgt.

Bei erheblichen Modernisierungen nach § 555e BGB besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein verkürztes Sonderkündigungsrecht. Dieses greift, wenn die Baumaßnahmen zu starken Belastungen oder erhöhten Kosten führen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses unzumutbar wird.

Auch bei Umwandlung in Eigentumswohnungen oder beim Verkauf gelten besondere Fristen. Betroffene sollten die Fristberechnung prüfen und Belege zur Mieterhöhung oder Modernisierung sammeln, um das Sonderkündigungsrecht nachweisen zu können.

Fristlose Kündigung bei schwerwiegenden Mängeln oder Zahlungsverzug

Eine außerordentliche, fristlose Kündigung Mietvertrag ist möglich, wenn schwerwiegende Mängel vorliegen oder erheblicher Mietrückstand besteht (§ 543 BGB). Typische Fälle sind massiver Schimmelbefall oder Gesundheitsgefährdung durch bauliche Mängel.

Die Gründe müssen im Kündigungsschreiben klar benannt und nachweisbar sein. Ohne stichhaltige Nachweise droht die Abweisung der Kündigung und gegebenenfalls Schadensersatzansprüche.

Sonderregelungen bei Tod, Trennung oder persönlicher Unzumutbarkeit

Erben haben nach § 580 BGB besondere Rechte: Sie können das Mietverhältnis kündigen oder in den Vertrag eintreten. Dabei gelten kurze Fristen und formale Anforderungen.

Bei Trennung bleibt das vertraglich vereinbarte Verhältnis maßgeblich. Ein verbleibender Mitmieter kann das Mietverhältnis in der Regel fortführen. Persönliche Unzumutbarkeit, etwa aus gesundheitlichen Gründen, kann Härtegründe begründen, die zu einer Fristverkürzung oder Aufhebung führen.

Wer von Sonderfällen Kündigung betroffen ist, sollte schnell handeln und alle relevanten Unterlagen sichern. Beratung durch Mietervereine oder Fachanwälte schafft Klarheit über Rechte bei Sonderkündigungsrecht Mieterhöhung, Kündigung bei Modernisierung und die Anforderungen an eine fristlose Kündigung Mietvertrag.

Was tun bei verpasstem Datum oder verspäteter Zustellung?

Ein verpasstes Kündigungsdatum oder eine verspätete Zustellung Kündigung kann den Auszugstermin verschieben und Kosten verursachen. Wer schnell handelt, kann Schäden begrenzen. Die folgenden Hinweise zeigen praktische Schritte und Optionen.

Folgen einer nicht fristgerechten Kündigung

In den meisten Fällen verlängert sich der Mietvertrag um einen weiteren Monat, wenn das verpasstes Kündigungsdatum nicht eingehalten wurde. Das bedeutet, der gewünschte Auszugstermin rückt nach hinten.

Ohne eine wirksame fristlose Kündigung bleibt die Pflicht zur Mietzahlung bis zum tatsächlichen Ende der Kündigungsfrist bestehen. Das kann finanzielle Belastungen verursachen.

Möglichkeiten zur Verkürzung der Frist: Nachmieter, Aufhebungsvertrag

Die Nachmieter Regelung kann helfen, die Frist zu verkürzen, wenn der Mietvertrag eine entsprechende Klausel enthält oder der Vermieter zustimmt. Vermieter sind nicht automatisch verpflichtet, einen Nachmieter zu akzeptieren.

Ein Aufhebungsvertrag Mietvertrag ist eine einvernehmliche Lösung. Beide Seiten halten die Bedingungen schriftlich fest. Eine Zugangsbestätigung für das Dokument schützt vor späteren Streitigkeiten.

Bei eiligem Bedarf empfiehlt es sich, frühzeitig mehrere geeignete Nachmieter vorzuschlagen und den Vermieter direkt anzusprechen.

Praktische Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Fehlern

Nutzen Sie Fristenrechner oder seriöse Online-Tools, um das korrekte Kündigungsdatum zu bestimmen. Dokumentieren Sie den Versand per Einschreiben mit Rückschein oder übergeben Sie die Kündigung persönlich gegen Empfangsbestätigung.

Prüfen Sie den Kündigungstext und das Datum sorgfältig. Bewahren Sie Kopien und alle Belege sicher auf. Bei Unsicherheit bieten der Deutsche Mieterbund oder ein Rechtsanwalt verlässliche Hilfe.

verpasstes Kündigungsdatum

Problem Konsequenz Praktische Lösung
verpasstes Kündigungsdatum Mietvertrag verlängert sich um einen Monat Fristenrechner nutzen, Vermieter früh informieren
verspätete Zustellung Kündigung Zugangsdatum verschiebt Fristbeginn Einschreiben mit Rückschein oder persönliche Übergabe
Wunsch nach vorzeitigem Auszug Reguläre Frist bleibt bestehen Nachmieter Regelung prüfen, mehrere Nachmieter vorschlagen
Konflikt mit Vermieter Unsicherheit über Beendigungstermin Aufhebungsvertrag Mietvertrag schriftlich vereinbaren
Fehlende Nachweise Beweisprobleme bei Streit Empfangsbestätigungen, Kopien und Zeugen sichern

Rechte und Pflichten nach Zugang der Kündigung

Nach dem Zugang der Kündigung bestehen klare Pflichten für Mieter und Vermieter. Der Mietvertrag läuft bis zum Ablauf der Kündigungsfrist weiter. Beide Seiten sollten Abläufe wie Übergabe und Abrechnung frühzeitig planen, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Die Miete bleibt bis zum Ende der Kündigungsfrist fällig. Mieter müssen die vertraglich vereinbarte Miete zahlen, auch wenn sie schon aus der Wohnung ausgezogen sind. Vermieter tragen während dieser Zeit weiterhin die Instandhaltungspflicht und müssen Zugänge für Besichtigungen rechtzeitig ankündigen.

Vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin für die Wohnungsabnahme. Bei der Wohnungsübergabe empfiehlt sich ein schriftliches Protokoll mit Zählerständen und einer Mängelaufnahme. Das Protokoll erleichtert spätere Diskussionen zur Rückgabe Kaution.

Die Rückgabe Kaution erfolgt nach Ende des Mietverhältnisses. Vermieter dürfen berechtigte Forderungen für ausstehende Miete, notwendige Reparaturen oder renovierungsbedingte Kosten einbehalten. Übliche Rückbehaltungsfristen für mögliche Schadensersatzansprüche betragen oft mehrere Monate. Die konkrete Dauer hängt vom Einzelfall ab.

Wenn der Mieter trotz vereinbarter Frist nicht räumt, kann der Vermieter eine Räumungsklage anstrengen. Im Erfolgsfall erfolgt die zwangsweise Räumung durch den Gerichtsvollzieher. Bei einer solchen Räumung fallen zusätzliche Kosten an, die unter dem Begriff Räumungsklage Kosten zusammengefasst werden.

Zu den typischen Ausgaben zählen Gerichtskosten, Honorare für Rechtsanwalt und Kosten für den Vollstreckungsdienst. In der Regel trägt die unterliegende Partei die Kosten. Vermieter können neben den Räumungskosten auch Schadensersatz für Leerstand oder entgangene Miete geltend machen.

Aspekt Pflicht/Regel Praxis-Tipp
Miete bis Kündigungsende Mietzahlungspflicht bis Fristablauf Überweisungsbelege bis zur Rückgabe aufbewahren
Wohnungsübergabe Protokoll mit Zählerständen und Mängeln Fotos anfertigen und Unterschriften sammeln
Rückgabe Kaution Abzug für offene Forderungen möglich Frist und Anspruch schriftlich festhalten
Räumungsklage Kosten Gericht, Anwalt, Vollstreckung können kostenpflichtig sein Frühzeitige Kommunikation kann Klage vermeiden

Berechnungshilfen, Tools und Mustertexte zur Kündigung

Gute Vorbereitung spart Zeit und Streit. Nutzen Sie digitale Hilfen und klare Vorlagen, um Kündigungsfristen zuverlässig zu ermitteln und den Nachweis des Zugangs sicherzustellen.

Online-Fristenrechner nachvollziehbar nutzen

Ein seriöser Fristenrechner klärt Fristbeginn und -ende präzise. Tragen Sie ein, ob Sie als Mieter oder Vermieter kündigen, das Zugangsdatum und mögliche vertragliche Abweichungen.

Solche Tools berücksichtigen § 573c BGB und zählen Werktage korrekt. Prüfen Sie die Eingaben vor dem Absenden der Kündigung, damit die Berechnung nicht zu spät erfolgt.

Musterkündigung und Vorlage zum Anpassen (Download-Tipp)

Eine Musterkündigung Vorlage liefert standardisierte Formulierungen für Adresse, Betreff, Kündigungsdatum und Unterschrift.

Passen Sie jede Vorlage individuell an und sorgen Sie dafür, dass alle Hauptmieter unterschreiben. Laden Sie Vorlagen als PDF oder Word herunter oder nutzen Sie einen vertrauenswürdigen Generator.

Empfehlungen für Nachweise: Einschreiben, Zeugen, Empfangsbestätigung

Für den sicheren Nachweis Zugang Kündigung ist das Einschreiben Rückschein sehr hilfreich. Es dokumentiert den genauen Empfangstag.

Persönliche Übergabe mit schriftlicher Empfangsbestätigung oder ein Übergabeprotokoll wirkt ebenso belastbar. Fertigen Sie Kopien und Fotos des Briefs an und notieren Sie die Chronologie der Zustellung.

Bei Unsicherheit holen Sie Rat bei einem Rechtsanwalt oder dem örtlichen Mieterverein. Zusätzliche Zeugen können bei persönlicher Übergabe einen wichtigen Beweis liefern.

Fazit

Im Fazit Kündigungsfrist Wohnung zeigt sich: Wer wissen will, welches Datum einhalten Kündigung, muss die Regel des dritten Werktags im Blick behalten. Kommt die schriftliche, eigenhändig unterschriebene Kündigung bis zu diesem Tag beim Vermieter an, beginnt die Dreimonatsfrist nach § 573c BGB und das Mietverhältnis endet zum Ende des übernächsten Monats.

Praktische Regeln erleichtern das Vorgehen. Kündigungsfrist richtig berechnen heißt: Schriftform nutzen, Zugang nachweisbar machen (Einschreiben mit Rückschein oder persönliche Übergabe mit Empfangsbestätigung) und den Mietvertrag auf abweichende Fristen oder Ausschlüsse prüfen. Bei Zeitdruck bieten Nachmieter oder ein Aufhebungsvertrag oft eine Lösung.

Bei Sonderfällen wie fristloser Kündigung, Modernisierung oder Härtefällen empfiehlt sich juristischer Rat oder die Beratung durch einen Mieterverein. Nutze Fristenrechner und geprüfte Musterkündigungen, sichere Nachweise und plane rechtzeitig, um unnötige Mietzahlungen und Stress nach dem Umzug zu vermeiden.

Bild-Vorschlag für Visuals: Ein Foto eines unterschriebenen Kündigungsschreibens neben einem Kalender, auf dem der dritte Werktag markiert ist — ideal für Header oder Social-Media-Teaser.

FAQ

Welche gesetzliche Regelung bestimmt die Frist bei der Kündigung meiner Wohnung?

Nach § 573c Abs. 1 BGB muss die ordentliche Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats beim Vermieter eingehen, damit das Mietverhältnis zum Ablauf des übernächsten Monats endet. Werktage sind Montag bis Samstag; Sonn‑ und Feiertage zählen nicht.

Gilt für Mieter und Vermieter dieselbe Kündigungsfrist?

Mieter haben grundsätzlich eine dreimonatige Kündigungsfrist unabhängig von der Mietdauer. Vermieter unterliegen gestaffelten Fristen (bis 5 Jahre = 3 Monate, 5–8 Jahre = 6 Monate, über 8 Jahre = 9 Monate) und benötigen zudem einen gesetzlichen Kündigungsgrund gemäß § 573 BGB.

Was bedeutet “Eingang” der Kündigung konkret?

Entscheidend ist der tatsächliche Zugang beim Vermieter, also dass das Schreiben in seinen Machtbereich gelangt ist. Maßgeblich ist nicht das Absendedatum. Nachweise sind Einschreiben mit Rückschein, persönliche Übergabe mit Empfangsbestätigung oder ein schriftlicher Empfangsvermerk des Vermieters.

Warum ist der dritte Werktag eines Monats so wichtig?

Der dritte Werktag ist der Stichtag für die Wirksamkeit der Kündigung nach § 573c BGB. Wird die Kündigung spätestens an diesem Tag zugestellt, greift die Dreimonatsfrist und das Mietverhältnis endet zum Ablauf des übernächsten Monats. Bei verspätetem Zugang verschiebt sich das Ende in der Regel um einen Monat.

Wie berechne ich Fristbeginn und Fristende genau?

Der Fristbeginn ist der Tag des Zugangs beim Vermieter. Bei ordentlicher Kündigung mit Dreimonatsfrist endet das Mietverhältnis zum Ende des übernächsten Monats. Kurz: Zugang im Monat X → Vertragsende ist der letzte Tag von Monat X+2.

Können Sie ein Praxisbeispiel für eine Kündigung zum Monatsende geben?

Beispiel: Die Kündigung geht am 5. Januar beim Vermieter ein. Dann läuft die Dreimonatsfrist und das Mietverhältnis endet zum 31. März. Wäre die Kündigung erst am 4. Werktag eingegangen und damit nach dem dritten Werktag, würde sich das Ende auf den 30. April verschieben.

In welcher Form muss die Kündigung eingereicht werden?

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und eigenhändig unterschrieben sein. E‑Mail, Fax, SMS oder WhatsApp sind rechtlich unwirksam. Bei mehreren Hauptmietern müssen alle unterschreiben.

Welche Angaben dürfen im Kündigungsschreiben nicht fehlen?

Unverzichtbar sind vollständiger Name und Adresse der Mieter:innen, Anschrift der Mietwohnung, Anschrift des Vermieters, Datum, eine klare Betreffzeile wie “Kündigung des Mietvertrags für [Adresse]” sowie der gewünschte Beendigungstermin oder der Hinweis auf die dreimonatige Frist. Außerdem sollte um Eingangsbestätigung und einen Übergabetermin gebeten werden.

Welche Zustellwege sind empfehlenswert?

Einschreiben mit Rückschein bietet guten Nachweis über den Zugang. Persönliche Übergabe gegen Empfangsbestätigung oder Übergabe mit Zeugen ist ebenfalls sinnvoll. Kopien und Chronologie der Zustellung aufbewahren.

Kann der Mietvertrag abweichende Fristen vorsehen?

Ja. Verträge können zugunsten des Mieters kürzere Fristen vorsehen. Kürzere Fristen zulasten des Mieters in aktuellen Verträgen sind jedoch unwirksam. Kündigungsausschlüsse sind möglich, aber zeitlich begrenzt (bis maximal vier Jahre).

Was gilt bei befristeten oder Zeitmietverträgen?

Zeitmietverträge enden grundsätzlich mit Ablauf der vereinbarten Zeit ohne ordentliche Kündigung. Fristlose Kündigungsrechte bleiben bei schwerwiegenden Gründen erhalten. Auf die vertraglichen Pflichtangaben und Sonderregelungen ist besonders zu achten.

Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht bei Mieterhöhung oder Modernisierung?

Bei Mieterhöhung nach § 558 BGB kann der Mieter innerhalb von zwei Monaten nach Zugang mit zweimonatiger Frist kündigen. Bei erheblichen Modernisierungen nach § 555e BGB oder bei unzumutbaren Belastungen bestehen unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls verkürzte Sonderkündigungsrechte.

Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?

Eine außerordentliche fristlose Kündigung kommt bei unzumutbaren Zuständen (z. B. starker Schimmel, erhebliche Gesundheitsgefahr) oder erheblichem Mietrückstand in Betracht (§ 543 BGB). Die Gründe müssen klar benannt und nachweisbar sein, sonst ist das Risiko einer Abweisung oder Schadensersatzforderung hoch.

Was ändert sich bei Tod, Trennung oder unzumutbaren persönlichen Umständen?

Erben haben nach § 580 BGB besondere Rechte; sie können kündigen oder in den Vertrag eintreten. Bei Trennung bleibt der verbleibende Mieter in der Regel Vertragspartner. Schwere persönliche Härtefälle können Ausnahmeregelungen ermöglichen, erfordern aber oft rechtliche Prüfung.

Was passiert, wenn ich das Datum verpasse oder die Zustellung zu spät erfolgt?

In der Regel verlängert sich das Mietverhältnis um einen weiteren Monat, das heißt der Auszugstermin verschiebt sich. Die Verpflichtung zur Mietzahlung bleibt bis zum wirksamen Ende bestehen. Eine rechtzeitige Nachweisführung kann teure Fehler verhindern.

Wie kann ich die Frist verkürzen — Nachmieter oder Aufhebungsvertrag?

Einen Nachmieter kann der Vermieter annehmen, ist dazu aber nicht generell verpflichtet, es sei denn, eine Nachmieterklausel im Vertrag verlangt das. Ein Aufhebungsvertrag ist die sichere Lösung: beidseitige, schriftliche Vereinbarung zur vorzeitigen Beendigung mit Zugangsnachweis.

Welche praktischen Vorsichtsmaßnahmen sollten Mieter beachten?

Mietvertrag vorab prüfen, Kündigung frühzeitig und schriftlich einreichen, Zustellnachweis sichern (Einschreiben mit Rückschein, Empfangsbestätigung), Kopien aufbewahren. Bei Unsicherheit Mieterverein oder Anwalt konsultieren.

Muss die Miete bis zum Ende der Kündigungsfrist weitergezahlt werden, auch wenn ich ausgezogen bin?

Ja. Die Miete bleibt bis zum wirksamen Ende des Mietverhältnisses fällig, unabhängig davon, ob der Mieter bereits ausgezogen ist. Der Vermieter muss weiterhin seinen Instandhaltungspflichten nachkommen.

Wie läuft die Wohnungsübergabe und die Rückgabe der Kaution ab?

Frühzeitig Übergabetermin vereinbaren. Ein Übergabeprotokoll mit Mängeln und Zählerständen anfertigen. Die Kaution wird nach Ende des Mietverhältnisses zurückgezahlt, abzüglich berechtigter Forderungen; Vermieter dürfen zur Absicherung oft einen kurzen Prüf‑ und Rückbehaltungszeitraum einbehalten.

Was droht, wenn der Mieter trotz Frist nicht auszieht?

Der Vermieter kann Räumungsklage erheben; bei Erfolg erfolgt zwangsweise Räumung durch den Gerichtsvollzieher. Kosten für Verfahren und Räumung trägt in der Regel die unterlegene Partei. Zudem können Schadensersatzansprüche für Leerstand entstehen.

Welche Tools und Mustertexte sind nützlich zur Vorbereitung?

Online‑Fristenrechner von seriösen Portalen oder Rechtsanwälten helfen bei der exakten Berechnung und berücksichtigen Werktage nach § 573c BGB. Musterkündigungen als PDF/Word erleichtern das Formulieren; vor Versand individuell anpassen und alle Hauptmieter unterschreiben lassen.

Wie sollte ich Zustände und Zugang am besten nachweisen?

Einschreiben mit Rückschein bietet sicheren Zugangsnachweis. Persönliche Übergabe mit schriftlicher Empfangsbestätigung oder Zeugen ist praktikabel. Fotos der Kündigung, Kopien und eine detaillierte Chronologie der Zustellung erhöhen die Beweissicherheit.
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